3. Damen

Wir können auch ein Spiel drehen

Das nächste Kellerduell stand am vergangenen Sonntag an. Wir durften gegen den Kieler MTV ran und wussten vor dem Spiel, dass dies kein Selbstläufer werden würde. Der KMTV war nicht zu unterschätzen, spielt einen komischen Handball, der durch lahmes Spielen geprägt ist. Um so mehr hieß es dieses Mal "wach sein" und 150 % geben.

 

Zunächst kamen wir allerdings nicht so richtig ins Spiel. Die verkürzte Aufwärmphase und das schnelle Spiel der Gegnerinnen ließen uns nur mäßig aussehen. Zudem verfolgte uns das Pech: der Ball landete einfach nicht im Tor.
Hinten versuchten wir mit einer 5-1-Deckung das Tempo raus zu nehmen, waren aber noch nicht wach genug um alle Lücken wieder zu verschieben.
Vorne liefen wir viel zu dicht vor der Abwehr rum, so dass der Kieler MTV ein leichtes hatte uns regelmäßig fest zu machen.
Zur Minute 15. (wir hatten gerade ein Tempogegenstoßtor kassiert; 3:7) nahm Timo eine Auszeit und ermahnte alle mehr zu kämpfen. Wir waren noch nicht da. Die Gehirnwendungen funktionierten noch viel zu langsam. Wenn ein Ball verworfen wurde, wurde erst einmal um den Ball getrauert um dann zurückzulaufen. Das musste aufhören. Abpraller sollten heute keine Rolle spielen, die erste Devise musste lauten: Sofort zurück! Wir kämpften uns bis zur Halbzeit auf ein 6:10 voran.

"Es ist noch nichts verloren" war Timos erster Satz der Halbzeitansprache. Wie lange würde der KMTV sein Spiel durchhalten? Und wie lange würde uns das Pech noch verfolgen? Lange konnte das jedenfalls nicht mehr sein. Es war ein harter Kampf bis zur 42. Minute (10:16) und ich bin mir sicher, jeder hat in diesem Moment gedacht "Das war's." Aber dann kam unser Kampfgeist zurück. Die 6-0-Abwehr mit 'den Großen' (Christiane, Birthe und Stephie) stand immer besser. Spekuliert werden musste nicht mehr. Die Gegnerinnen konnten nur durch 7m-Würfe noch punkten.
Und auch vorne war das Glück wieder auf unserer Seite. Schnelle Parallelstöße ergaben Lücken und diese wurden von Christiane, Birthe und Stephie aus dem Rückraum mit Mut genutzt. Und plötzlich gingen wir in der 54. Minute mit 19:18 sogar in Führung. Jetzt wurde es aufregend. Noch 6 Minuten zu spielen. Würden wir den Vorsprung halten können? Der KMTV nahm eine Auszeit und fand danach wieder ins Spiel zurück. Ausgleich zum 19:19 - sogar Ausbau zum 19:20. Christiane nahm sich Timos Worte zu Herzen "einfach hoch steigen" und warf in der 59. Minute den erneuten Ausgleich zum 20:20. Spätestens jetzt konnten einige Spielerinnen auf der Bank nicht mehr hinsehen und drehten sich weg. Der Puls war bestimmt bei 210 - nicht bei Christiane, die sich in der 60. Minute dachte "jetzt oder nie" und das entscheidende Tor zum 21:20 warf. Riesenjubel auf der Bank ließ nun auch die "Weggucker" registrieren: Wir haben gewonnen! Herrlich!!!


HSG Gettorf/Osdorf III:
Margit (1.-60.), Christiane (8/2), Birthe (4), Stephie (3), Mia (1), Ina (1), Lena (1), Sabrina (1), Kathi (1), Tini (1), Maike

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Geschrieben von: Sandra Schöttke
Dienstag,
20. Dezember 2011
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